2026

Musik, die verbindet – Francois le Roux zu Gast in der Klaus-Groth-Schule

Workshop in der KGS

Am 6. Mai war der südafrikanische Cellist und Multi-Künstler Francois le Roux zu Besuch im Offenen Ganztag der Klaus-Groth-Schule Bad Oldesloe. Eingeladen vom Mehrgenerationenhaus Oase brachte er nicht nur seine Musik mit, sondern vor allem seine besondere Art, Menschen zu erreichen.

Die Kinder begegneten zunächst neugierig und noch etwas zurückhaltend den vielen Instrumenten und ungewöhnlichen Klangmöglichkeiten. Doch das änderte sich schnell. Mit den ersten Tönen entstand eine lebendige Atmosphäre, in der Ausprobieren ausdrücklich erwünscht war. Schritt für Schritt wuchs der Mut, eigene Klänge zu entdecken und gemeinsam Musik entstehen zu lassen.

Besonders eindrucksvoll war, wie aus Klängen Bilder entstanden. Die Kinder setzten das Gehörte kreativ um und gestalteten eigene Werke, inspiriert von Rhythmus, Bewegung und Stimmung der Musik.

Francois le Roux arbeitete ohne viele Worte. Mit Gesten, Mimik und viel Humor gelang es ihm, die Kinder mitzunehmen. Es wurde gelacht, geklatscht  und improvisiert. Die Gruppe entwickelte einen eigenen Rhythmus, aus einzelnen Tönen wurde ein gemeinsames Erlebnis. Musik wurde hier unmittelbar spürbar, als etwas, das verbindet, unabhängig von Sprache oder Herkunft.

Francois le Roux zeigt in seiner Arbeit immer wieder, dass es nicht um Perfektion geht. Entscheidend ist die Erfahrung, sich auszuprobieren, gehört zu werden und Teil von etwas Gemeinsamen zu sein. Genau das haben die Kinder an diesem Tag erlebt.


Aminata Touré zu Gast in der Oase.
Foto: Fenja Hardel, Sozialministerium SH
Foto: Fenja Hardel, Sozialministerium SH

Der Besuch von Aminata Touré, Sozialministerin Schleswig-Holsteins, am 26.März 2026 im Mehrgenerationenhaus Familienzentrum Oase war für uns ein besonderer Moment. Beim gemeinsamen Frühstück konnte sie sich ein lebendiges Bild davon  machen, was hier jeden Tag entsteht.  Zahlreiche Angebote werden ehrenamtlich getragen, mit viel Engagement und Herz. Ob Spielplatzbetreuung, gemeinsames Tanzen, Silvesterfeiern für Seniorinnen oder regelmäßige Frühstückstreffen – hier wird Gemeinschaft spürbar gelebt.

Im Austausch ging es auch um eine zentrale Frage, die uns alle betrifft. Wie kann es gelingen, Einsamkeit zu lindern – sowohl bei älteren Menschen, als auch bei jüngeren – die zum Beispiel in der Erziehungsverantwortung stehen. Genau darüber wurde offen gesprochen, aus unterschiedlichen Perspektiven, ehrlich und nah an der Lebensrealität.

In der Oase zeigen sich ganz praktische Antworten darauf. Es gibt Spielangebote für
Seniorinnen, Yoga auf dem Stuhl, Angehörigengruppen für Menschen mit Demenz und viele weitere Möglichkeiten, miteinander in Kontakt zu kommen. Es sind oft die einfachen Dinge, die den Unterschied machen, ein offenes Ohr, ein gemeinsamer Tisch, ein fester Termin in der Woche.

Wir haben uns sehr über das Interesse und den wertschätzenden Austausch gefreut.